DL8KDL, DN1KDL

Amateurfunk, Elektronik und Computertechnik

Seit März 2002 bin ich mit dem Rufzeichen DL8KDL zur Teilnahme am Amateurfunkdienst zugelassen. Durch diverse Amateurfunkkurse, welche ich begleiten und mitgestalten durfte, verfüge ich seit Juni 2005 über das Ausbildungsrufzeichen DN1KDL.

Derzeit betreue ich die Webseite der Interessengemeinschaft der Funkamateure Siebengebirge (IGFS e.V.) und unterstütze diesen Verein nach Kräften bei der Wartung der IT-Infrastruktur am Relais-Standort auf dem Großen Ölberg. Privat liegt mein Schwerpunkt derzeit auf QRP und Selbstbau. Hier haben es mir insbesondere die vom indischen Funkamateur Ashar Farhan (VU3ICQ) entwickelten und mit einfachster Technik nachbaubaren Sendeempfänger „BITX“, „Minima“ und „µBITX“ angetan. Ferner interessiere ich mich für Software-Definiertes Radio (SDR); im Amateurfunkbereich momentan hauptsächlich auf Basis des RTL2832U-Chipsatzes mit dem RTL-SDR-Projekt. Nebenbei befasse ich mich auch intensiv mit der Programmierung von PIC- und AVR-Mikroprozessoren, bei einfacheren Programmieraufgaben greife ich vereinzelt gerne auf die Arduino-Plattform und ihren freien und quelloffenen Abkömmling Freeduino zurück. Darüber hinaus bevorzuge ich Programmierung in den Sprachen Ruby, C++ und vereinzelt auch Pascal.

Auf meinen Computern läuft hauptsächlich freie und quelloffene Software. Nach Möglichkeit beginnt dies beim BIOS auf Grundlage von Libreboot. Als Betriebssystem wähle ich meist GNU/Linux auf Basis der Distributionen Trisquel und BunsenLabs auf meinen Desktop-PCs und Notebooks, CentOS auf Servern, sowie OpenWRT auf Routern. Bei mobilen Betriebssystemen verwende ich nach Möglichkeit Android auf Basis von Lineage OS und verfolge (passiv) mit großem Interesse die Entwicklung von microG als freie und quelloffene Alternative zu Googles proprietärer Android-Bibliothek.

Ersatzschaltungen für logarithmische und exponentielle Potentiometer

Die Aufgabe war einfach: Zur feinabstimmbaren Lautstärkeregelung benötigte ich ein logarithmisches Potentiometer. Solche sind nicht schwer aufzutreiben. Wie sich aber herausstellte, haben nicht alle als „logarithmisch“ bezeichneten Potentiometer auch eine wirklich logarithmische Kennlinie. Solche mit echt logarithmischer Kennlinie sind sehr teuer, günstigere approximieren diese lediglich. Zu allem Überfluss sind selbst viele dieser günstigen Modelle deutlich teurer als herkömmliche lineare Potentiometer. Gesucht wurde deshalb eine Ersatzschaltung, mit welcher sich eine logarithmische Kennlinie durch Verwendung eines linearen Potentiometers zumindest näherungsweise nachbilden lässt.

Ersatzschaltungen für logarithmische und exponentielle Potentiometer

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Richtkoppler in Brückenschaltung mit Transformatoren

Keine Amateurfunkstation kommt ohne sie aus: Richtkoppler dienen der Messung des Stehwellenverhältnisses oder der Leistung der Senderendstufe. Entsprechend viele Schaltungsvorschläge finden sich in Amateurfunkzeitschriften und -büchern. Auf Kurzwelle kommt sehr häufig ein leicht mit einfachsten Mitteln aufzubauender Richtkoppler mit zwei Transformatoren zum Einsatz. Dieser wurde im Jahr 1966 von Carl Sontheimer und Raymond Frederick zum Patent angemeldet. Viele Funkamateure benutzen diesen Koppler wie selbstverständlich, ohne sich genauere Gedanken über dessen Funktionsweise zu machen. Dabei ist die Untersuchung dieses Richtkopplers in Brückenschaltung mit Transformatoren recht einfach. Auch Funkamateure ohne elektrotechnischen Hintergrund sind mit dem für die Amateurfunkprüfung nötigen Grundwissen in der Lage, die Schaltung zu verstehen. Das genaue Verständnis der Vorgänge in diesem Richtkoppler offenbart die Eleganz dieser auf den ersten Blick primitiv anmutenden Schaltung. Außerdem ist es damit jedermann möglich, nicht bloß vorgegebene Schaltungen aus der Amateurfunkliteratur nachzubauen, sondern einen Richtkoppler für den eigenen Bedarf selbst zu dimensionieren.

Richtkoppler nach Sontheimer-Frederick
Richtkoppler nach Sontheimer-Frederick

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Dämpfungsglieder für beliebige Impedanzen

In vielen Fällen benötigen Funkamateure und (Hobby-) Elektroniker zu Messzwecken oder zur Abschwächung von starken Signalen Dämpfungsglieder. In sehr vielen Fällen sind jedoch hochwertige (und teure) industriell gefertigte Dämpfungsglieder gar nicht notwendig. Mit induktionsarmen Widerständen und kurzer Leitungsführung können Dämpfungsglieder bis in hohe Frequenzbereiche hinein einfach selber aufgebaut werden. Dieser Artikel gibt Ihnen eine einfache Berechnungshilfe an die Hand und liefert für häufig benötigte Dämpfungen bei Impedanzen von 50 Ω und 75 Ω eine vorberechnete Tabelle. Dämpfungsglieder können in unsymmetrischer Form sowohl in Pi- als auch in T-Konfiguration berechnet werden.

Π-Glied (links) und T-Glied (rechts)
Π-Glied (links) und T-Glied (rechts)

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Korrektur zur Duobandantenne nach PA0FBK

In meiner ursprünglichen Fassung des Artikels zur PA0FBK-Duobandantenne habe ich Angaben zu Richtwirkung und Gewinn gemacht. Einzelne Funkamateure aus mehreren Ländern der Welt haben daran jedoch Zweifel geäußert. Ihren Erfahrungen nach stimmte es, dass sich die Antenne sehr einfach und sicher nachbauen lässt. Auch auf dem 2m-Band konnten sie ihre praktischen Erfahrungen mit meinen Angaben in Einklang bringen. Bei frei von Hindernissen und in relativ großer Höhe montierten Antennen stimmte jedoch nach Vergleichen mit anderen Antennen auf dem 70cm-Band die Feldstärke nicht mit dem von mir vorhergesagten Gewinn von ca. 5 dBi überein, die Signale waren allesamt deutlich schwächer. Haben nun all diese Personen beim Aufbau etwas falsch gemacht, oder habe ich mich in meinen Simulationen und den dazu notwendigen Überlegungen geirrt?

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